Am 8. Mai 1973 wurde im Kreisverein Homburg ein junger Kegelverein aus der Taufe gehoben. Aus dem Hobbyclub "Die grüne Neun" entstand die Sparte Kegeln im TV Erbach. Fünf Begeisterte des Kegelsports ließen sich auf ein neues Abenteuer ein.
Da die zukünftigen Heimbahnen noch nicht bespielbar waren, mussten wir nach Bexbach und Limbach ausweichen. Auf den Bahnen des Gasthauses Bernicke in Bexbach wurde trainiert, auf der 4 - Bahnanlage "Zum Hannelor" in Limbach fanden unsere Heimkämpfe statt.
Keiner der neuen Sportkegler wußte genau, was auf ihn zukam. Mit gemischten Gefühlen begab man sich zum 1. Wettkampf. Damals bestand die Mannschaft aus 5 Keglern. Man traf sich mit allen Mannschaften der Ligenrunde auf der gleichen Bahn zum sportlichen Wettkampf. Die Punkte wurden entsprechend den Mannschaftsleistungen verteilt.
Nach einem Jahr konnte man die neuen Bahnen in der Sporthalle des TV Erbach einweihen. In der neuen Heimat wuchs der Club langsam heran.
Im Spieljahr 1977/78 konnten unsere Kegler auf den ersten großen Erfolg zurückblicken. Nach einer erfolgreichen Ligenrunde konnten wir die erste Meisterschaftsfeier organisieren. Der Aufstieg in die nächst höhere A-Klasse war perfekt.
Dieser Erfolg spornte an, neue Mitglieder zu werben. Durch Neuzugänge war es möglich, eine 2. Herrenmannschaft anzumelden.
Im Jahr 1979 wurde der TV Erbach in TSV Erbach umbenannt. Die gute Vereinsarbeit ließ immer neue Mitglieder zu uns kommen, und im Jahr 1980 wurde es möglich eine Damenmannschaft zu melden. Für weiteren Zuwachs sorgte ein Beschluß der Generalversammlung vom 25.06.1980. Die Clubs des TSV Erbach und SKL Homburg beschlossen zu fusionieren.
Schlagartig wurden die Kegler des TSV Erbach zum stärksten Sportkegelclub im Kreisverein Homburg. Wir konnten eine Mannschaft in der Liga, 2 Mannschaften in der A-Klasse, 2 Mannschaften in der B-Klasse und eine Damenmannschaft melden. Der einzige Wermutstropfen war, wir mussten auf verschiedenen Bahnen kegeln. Die 1. Herrenmannschaft auf der 4 - Bahnanlage "Zum Hannelor" in Limbach, die anderen auf den beiden Bahnen im Sportzentrum Erbach.
Knapp 2 Jahre nach der Fusion stellten sich im Spieljahr 81/82 die Erfolge ein. Die 1. und 2. Herrenmannschaft konnte die 1. Stelle in ihrer Klasse einnehmen. Jeweils der direkte Vergleich zum Vizemeister ließ die Mannschaften eine Treppe höher steigen. Die Meisterschaften wurden entsprechend gefeiert.
Nach dem Aufstieg in die Landesliga und in die Bezirksklasse träumte man von neuen Welten, vor allem aber von 4 neuen Bahnen im Sportzentrum Erbach und einer gemeinsamen Zukunft aller 5 Mannschaften.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf uns der Konkurs des TSV Erbach. Die Schließung der Sportstätte drohte. Ein Vertrag mit dem Konkursverwalter am 13.07.82 ließ uns die Vereinsarbeit auf den Erbacher Kegelbahnen fortführen. Die Kegler schufen in diesem Vertrag die notwendigen Sicherheiten für die Überholung der beiden Bahnen. Jeder hoffte auf ein glückliches Ende und die Vollendung der begonnenen Arbeiten auf der Vierbahnanlage. Noch wußte niemand, dass dies das dunkelste Jahr in unserer Geschichte werden sollte.
Von dem folgenden Sportjahr gibt es nicht sehr viel zu berichten. Die Mannschaften belegten nur mittlere Tabellenplätze. Die erhofften Erfolge stellten sich nicht wie geplant ein. Der Traum von 4 Bahnen in Erbach rückte in weite Ferne. Es kriselte.
Zu Beginn der Runde 83/84 konnten die Sportwarte von den vorher 35 Spielern nur noch auf 30 einsatzfähige Sportler zurückgreifen. Die Anderen hatten es vorgezogen, ihr Glück in anderen Vereinen zu suchen. Nicht im Freigabestempel enthalten war die Zusammengehörigkeit und die hochangesiedelte Kameradschaft in unserem Verein. Leider musste die 1. Mannschaft absteigen.
Das Pech schien uns an den Füßen zu kleben. Durch Verletzung fielen während der Spielzeit 85/86 noch 3 Leistungsträger der 1. Mannschaft aus. Wir mussten die 3. Mannschaft abmelden. Eine Talfahrt hatte begonnen. Die Herrenmannschaften fielen immer weiter ab. Die 1. Mannschaft bis in die A-Klasse, die 2. Mannschaft bis in die B-Klasse. Nur in den Einzelwettbewerben und bei den Damen konnten Erfolge erzielt werden.
Im Sportjahr 1986/87 war die Durststrecke zu Ende. Die 1. Equipe konnte ohne Abgabe eines Heimpunktes die Tabellenspitze ab dem 8. Spieltag halten und bis zum Schluß verteidigen. So konnte man die Rückkehr in die Bezirksklasse feiern. Die 2. Herrenmannschaft belegte einen 4. Tabellenplatz.
Genau ein Jahr später trumpfte die zweite Herrenmannschaft auf und konnte die Meisterschaft der Kreisklasse B erkämpfen. Der Aufstieg in die A-Klasse wurde zur Wirklichkeit. Die erste Mannschaft konnte die im Vorjahr erspielte Bezirksklasse halten.
Im Jahr 1988/89 wurde die A-Klasse gehalten. Die 1. Herrenmannschaft stieg mit viel Pech wieder in die A-Klasse ab. Gleich drei Mannschaften mussten eine Etage tiefer. Die Damen belegten einen sehr guten dritten Tabellenplatz in der Bezirksklasse.
Für das Jahr 1989/90 hatte man sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben. Beide Herrenmannschaften kegelten in der gleichen Kreisklasse. Der Erfolg stellte sich jedoch nicht wie geplant ein. Die 1. Herrenmannschaft musste sich auf dem zweiten Tabellenplatz mit der Vizemeisterschaft begnügen. Die zweite Mannschaft beendete die Saison mit dem Klassenerhalt. Die Damen konnten das gesteckte Ziel erreichen und wurden Meister der Bezirksklasse Süd-Ost, was den Aufstieg in die Liga Süd bedeutete.
Das Jahr 1990/91 sollte für die Herren endlich den erhofften Wiederaufstieg bringen. Ein Wechsel der Sportanlage wurde während der spielfreien Zeit auf Beschluß der Generalversammlung vollzogen. Als neues Zuhause wurde die 4 - Bahnanlage "Bit am Palast" in Homburg gewählt. Die Befürchtung, durch den Wechsel Spiele zu verlieren, bestätigte sich nicht. Doch diesmal war die Fusion Sulzbach/Altenwald am Zuge. Der undankbare zweite Tabellenplatz wurde erreicht. Bedingt durch Ausfälle und Aufstellungsschwierigkeiten musste die 2. Herrenmannschaft leider eine Treppe tiefer steigen. Auch die Damen erreichten trotz verbissenem Kampf nicht ihr Klassenziel. In diesem Jahr wurde es möglich, eine 2. Damenmannschaft zu melden. In der Generalversammlung am 11.07.91 beschlossen wir die Abspaltung vom Großverein SSV Erbach, weil wir von nun an unsere eigenen Wege gehen wollten. Die Umbenennung in Sportkegler Erbach wurde vollzogen.
Diesmal sollte es endlich gelingen, jedoch die Fusion Merchweiler/Wemmetsweiler verhinderte den Aufstieg, der zweite Tabellenplatz konnte erreicht werden. Die zweite Mannschaft belegte einen guten 3. Platz. Allein die 2. Damenmannschaft kam zu Meisterehren. Sie feierte ihre Siege und konnte als erfolgreichste Mannschaft der SK Erbach gekürt werden.
Im Sportjahr 1992/93 war die Welt wieder in Ordnung. Die Generalversammlung beauftragte die Vorstandschaft, die Eintragung ins Vereinsregister zu veranlassen. Am 25.02.93 konnte die Vollzugmeldung erfolgen. Im 20. Jahr unseres Bestehens konnten die entscheidenden Siege nach Hause gefahren werden. Gleich mit drei Mannschaften stiegen wir auf das Siegerpodest. Als selbsterkämpftes Geburtstagsgeschenk konnten die 1. Herren-, 2. Herren- und die 2. Damenmannschaft die Meisterfeier vorbereiten. Nicht viel weniger erfolgreich war die 1. Damenmannschaft. Sie konnte den Vizemeister feiern, was gleichzeitig den Aufstieg in die Liga-Süd bedeutete.